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jovoto bei Volkssport Design

Liebe Community,

wie ihr schon aus dem Newsletter und sicher aus einigen tweets wisst, war jovoto am Montag nicht nur zu Gast beim Symposium “Volkssport Design“, Bastian hat jovoto dort auch vor- und zur Diskussion gestellt.

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Zunächst ist zu sagen, dass es eine wirklich spannende Veranstaltung war – nicht zuletzt weil das Thema doch vielen Designern und anderen aus der Branche unter den Nägeln zu brennen scheint: Wie ist die derzeitige Lage der Designprofession? Welchen Wert hat Design? Und was bringt die Zukunft?

Leider haben wir an dieser Stelle nicht die Möglichkeit, das gesamte Symposium wiederzugeben aber ich versuche für Euch das Wichtigste zusammenzufassen:

Thema des Symposiums
Wie der Name schon sagt wurde die These aufgestellt, dass Design immer mehr zum Volkssport wird. Jeder kann ein Designer sein, jeder hat Zugang zu allen denkbaren Gestaltungs-Softwares und Design kann sich plötzlich jeder leisten (”1000 Visitenkarten für 19,90€”).
Gleichzeitig verstehen immer weniger Menschen, warum sie für Design viel Geld ausgeben sollen bzw. welchen Wert es hat. Nur noch wenige wissen, was ein durchdachtes Corporate Design (das Teil der Corporate Identity ist) für Ihre Firma, für Ihr Geschäft bedeutet. Der Beruf des Designers ist also massiven Veränderungen ausgesetzt: die Grenzen zwischen Amateur und Profi verschwimmen zunehmend. Wie also positionieren sich Designer, welche Fähigkeiten brauchen die Design-Profis von Morgen?

Was die anderen sagen
Was ich bei vielen Profis und Vortragenden herausgehört habe ist folgendes: entscheidend wird in Zukunft für einen guten Designer sein, ob er sich von eben genannten Amateuren abgrenzen kann. Designer, die im “Designdschungel” bestehen wollen, grenzen sich von den Amateuren durch Ganzheitlichkeit, Internationalität und Nachhaltigkeit in ihrem Design ab. Ihre Arbeit besitzt einen wirklichen Mehrwert für den Auftraggeber und ihr Stil ist einzigartig. Stimmige, ganzheitliche Konzepte und langfristige Betreuung sind (wieder) gefragt. Kurzum: ein guter Designer weiss um seine USP, er positioniert sich, entwickelt sich ständig weiter (neue Technologien), verkauft sich nicht unter Wert und ist bereit, dem Kunden mehr zu geben als ein losgelöstes, zusammenhangloses Design.

Und wie erging es jovoto?
Das alles schätzen wir auch. Doch wir denken, dass man sich auch als Designer Veränderungen nicht komplett entziehen kann. Vieles von dem, was durch den technologischen Umbruch passiert, birgt auch Chancen. Also, immer schön dranbleiben, neue Entwicklungen aufsaugen und niemals die Füsse hochlegen…!

Eine Plattform, die auf dem Crowdsourcing-Mechanismus basiert, hat nicht den einfachsten Stand. Kreativwettbewerbe werden zunächst von vielen als Ausbeutung und Ausverkauf wahrgenommen. Und das nicht zu unrecht: laut Sabine Zentek (Rechtsanwältin in den Bereichen Urheberrecht, Gewerblicher Rechtsschutz und Wettbewerbsrecht) vom Verein Fidius (faire Designwettbewerbe e.V.) werden in über 90% aller Kreativwettbewerbe lediglich Preisgelder bezahlt. In diesem Preisgeld ist die Rechteverwertung bzw. das Nutzungshonorar bereits enthalten, egal wie umfassend die Verwertung später ist.
Fidius setzt sich dafür ein, dass solche Wettbewerbe fairer gestaltet werden, das unterstützen wir 100%. Designwettbewerbe gibt es schon ewig – die Aufgabe, die jovoto heute darin sieht ist, diese fair zu gestalten.

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Nicht zuletzt durch den Vortrag von Bastian haben wir es in diesem Symposium geschafft, viele davon zu überzeugen, dass Crowdsourcing im Kreativbereich nicht per se Ausbeutung bedeutet und dass jovoto die Zukunft fair (mit)gestalten will.

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion im Blog!

weitere Stimmen zum Symposium und Webseiten & Blogs der Referenten:
http://www.volkssport-design.de
Florian A. Schmidt: http://www.florianalexanderschmidt.de
Torsten Stapelkamp: http://www.maas-co.com, www.interactions.de
Sabine Zentek: www.sabine-zentek.de, Fidius: http://www.fidius-online.de
Malte Christensen: www.kopfbunt.de
Wolfgang Beinert: http://www.beinert.net/

Twitter: http://twitter.com/search?q=%23Volkssportdesign

2 comments

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  1. Friday October 30th, 2009 12:42 PM
    Malte

    Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich denke auch, dass ihr auf der Veranstaltung gut weggekommen seid. Es ist ebenfalls deutlich geworden, dass Design nicht gleich Design ist und es sich bei den Crowedsourcingplattformen eher um die dekorative Form des Designs handelt. Der Designer, der einen Mehrwert für das Unternehmen erzeugt, also Unternehmensberatend tätig wird, dieser wird auch in Zukunft mit seiner Profession geld verdienen. Crowedsourcing ist für mich ein Filter und sie bedienen zum Großteil das Discountsegment – Unternehmer die die Design mit Dekoration verwechseln werden es in Zukunft genauso schwer haben wie die Designer, die denken, dass Kalkulation und Excel nicht zu ihrem Job gehört.

    Es war eine lehrreiche Veranstaltung und es war spannend zu sehen, wie sich die Profile der angetretenen Crowedsourcingplattformen von einander unterscheiden.

  2. Monday January 18th, 2010 07:13 PM
    Meet the Community: Clari

    [...] 2009 and has been an active member ever since. And, funny thing is, she learned about jovoto at Volkssport Design, where jovoto founder Bastian had a presentation slot and was a panel member. Yay, so good to know [...]

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